Die Anreise zum Bodensee gestaltet sich mal wieder schwierig. Immerhin bis Jena-Göschwitz geht alles gut. Dann heißt es plötzlich der Zug nach Nürnberg fällt aus. Toll damit ind auch alle meine Anschlusszüge inklusive Fahrradreservierung pfutsch. Da es keine Information hier gibt, setze ich mich erstmal in den Zug nach Saalfeld und sehe meine Chancen schwinden Lindau heut noch zu erreichen. Zum Glück gibts aber eine freundliche Schaffnerin, die mir eine neue Verbindung mit gefühlten 10mal umsteigen raussucht. Ende gut mit 2h Verspätung komme ich in Lindau an, wo Christoph bereits im Bahnhofsrestaurant wartet und die ersten Urlaubsbekanntschaften geschlossen hat. In einer Regenpause schaffen wir es zum Campingplatz raus zu fahren und unser Zelt aufzubauen, dann versinkt alles im Platzregen.
Sonntag, 26.08.
Blauer Himmel, die Wolken habem sich großteils verzogen. Nach ein paar Radelkilomrtern erreichen wir Bregenz. Hier gibts erstmal einen Abstecher mit Seilbahn zum Pfänder, dem Hausberg sozusagen. Der Blick von hier auf den Bodensee und die Alpen ist fantastisch. In Bregenz wimmelt es vor Leben, die Uferpromenaden sind prall angefüllt mit Blasmusik, Buden und Touris. Nach kurzer Besichtigung der Seebühne geht es für uns, mittlerweile nachmittags, aber weiter. Wir folgen dem Rhein stromaufwärts in die Schweiz hinein. Besonders ansehnlich ist er hier nicht der Rhein, komplett begradigt mit befestigten Uferböschungen. Liechtenstein ist so schnell erreicht. An einer alten überdachten Holzbrücke wechseln wir kurz auf die andere Rheinseite, um später wenigstens zu Recht behaupten zu können, wir waren im Fürstentum. Hinter
Vaduz wirds dann uriger, der Rvein wird wilder und wird von weißen Sandsteinfelsen gesäumt, mit Alpenpanorama im Hintergrund. Bis Bad Ragaz geht es heute, wo wir auf dem Campingplatz unser Zelt aufschlagen.
Montag, 27.08.
Die heutige Tour führt uns immer wieder links und rechts vom Rhein die Talwände hoch durch sehenßwerte Alpendörfer. Das erste ist gleich neben Bad Ragaz, Maienfeld mit einem superschönen mittelalerlichem zentralen Platz. So ist die Fahrt trotz einigen Höhenmetern sehr abwechsungsreich. In Chur kommen wir gegen Mittag an. Chur soll die älteste Stadt der Schweiz sein. Für uns ist aber nur Zeit für eine Schnellbesichtigung der sehenswerten Altstadt, danach geht es weiter dem Rhein entlang. Mit gemütlichem Flussradeln ist spätestens ab hier Schluß. Wir kraxeln links und rechts des Rheins immer wieder die Talwände hoch und runter. Es geht vorbei an der berühmten Rheinschlucht, mit großartigem Panorama von oben, bis Carrera heute, wo uns ein supergemütlicher Campingplatz mit Alpenpanorama erwartet. Ein paar Radler an der Rezeption sind schnell geordert als Entschädigung für die Höhenmeter.
Dienstag, 28.08.
Frühs lernen wir noch Phillip auf dem Campingplatz kennen, ein Franzose, der ein halbes Jahr nach Hüft-OP noch nicht wieder richtig laufen kann, aber hier auf dem Fahrrad schon wieder Höhenmeter ohne Ende wegstrampelt. Unsere Tour führt uns heute nach Disentis, nur 30km Luftlinie, was hier aber gar nichts zu sagen hat. So schlucken wir wieder Höhenmeter ohne Ende, links und rechts vom Rhein hoch und runter durch idyllische Bergdörfchen. Meine Beine sind inzwischen platt, wundere mich immer nur, das ich noch nen Berg hochschaffe und noch einen...
Mittwoch,29.08.
Wir fahren heute mit der Bahn auf die Passhöhe am Oberalpsee hoch, das bin ich meinen strapazierten Beinen schuldig. Die Bahnfahrt ist super, mit Panoramablick über das zurückliegende Rheintal windet sich der Zug am Bergrücken empor. So stehen wir nach einer halben Stunde Fahrt auf 2440m am Oberalpsee. Von hier aus beginnt eine Abfahrt in Serpentinen nach Andermatt runter. Das ganze heute völlig schweissfrei. Andermatt ist Touristädtchen, mit einer sehenswerten Hauptpromenade. Für uns ist heute ausruhen hier angesagt.





















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